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Krankheiten googeln schadet der Psyche

Dass Informationen heute online einfach zugänglich sind und ständig zur Verfügung stehen, sollte zunächst etwas Positives sein. Die Mehrheit der Bevölkerung nutzt das Internet inzwischen auch, um vorhandene Beschwerden zu recherchieren. Dabei zeigt sich jedoch ein eindeutig negativer Aspekt. So führt die Suche auch dazu, dass sich eigentlich gesunde Menschen hinterher deutlich mehr Sorgen um ihren Gesundheitszustand machen als vorher. Auf Dauer kann die Suche nach Symptomen wahrhaftig ungesunde Formen annehmen und tatsächlich nicht hilfreich sein, sondern sogar die Lebensqualität einschränken.

Die Gründe, warum man Symptome googelt, können vielfältig sein. Manchmal geht es um an sich kleine Beschwerden, wie zum Beispiel ein Schwindelgefühl oder einen Juckreiz, mit denen man nicht direkt zum Arzt gehen will. Der eine oder andere Patient befürchtet auch, mit seinen Beschwerden nicht ernst genommen zu werden, und will sich deshalb schon einmal vorab informieren, teilweise werden auch Argumente gesucht, um den Arzt später eventuell besser überzeugen zu können. Andere Menschen wollen erst einmal sehen, was sie haben könnten und ob sie überhaupt zum Arzt müssen.

Egal aus welchen Gründen man die Internet-Recherche beginnt, sie ist nicht unproblematisch. Auch wenn man leichte Beschwerden googelt, die zunächst für sich genommen harmlos erscheinen und es tatsächlich im eigenen Fall auch sind, kann man schnell bei lebensgefährlichen Erkrankungen landen. Dass die Suchenden wirklich schwer erkrankt sind, ist in den seltensten Fällen so. Vielmehr gibt es sehr viele Symptome, die von ganz unterschiedlichen Krankheiten ausgelöst werden können. Recherchiert man diese Symptome, werden zwar auch die vergleichsweise harmlosen Erklärungen angezeigt – aber eben auch mögliche Ursachen, die wirklich schwerwiegend sind. Zum Beispiel treten Kopfschmerzen bei Migräne auf und können bei Herzkrankheiten vorkommen, meistens sind die Gründe aber deutlich harmloser und es ist viel leichter, die Beschwerden zu lindern.

Dennoch steigt durch solche Suchergebnisse die Sorge um das eigene Wohlbefinden. Klarheit bringen kann jedoch nur die ärztliche Diagnose, eine Ferndiagnose über das Internet führt in den allerseltensten Fällen zu einem richtigen Ergebnis. Eine ärztliche Untersuchung bezieht deutlich mehr Aspekte ein als einige wenige Symptome, die in eine Suchmaschine eingegeben wurden. Wenn man Beschwerden hat, sollte man sie in jedem Fall ernst nehmen und lieber zum Arzt gehen und sie abklären lassen. Handelt es sich tatsächlich um eine ernsthafte Erkrankung, ist ohnehin eine ärztliche Behandlung notwendig, die man dann auch nicht hinauszögern sollte.

Dies gilt vor allem auch bei psychischen Erkrankungen. Hier herrscht bis heute eine gewisse Angst davor, über ein mögliches psychisches Leiden zu sprechen. Auf eine Therapie zu verzichten und stattdessen nur den Austausch von Gruppen im Internet zu suchen, ist jedoch alles andere als sinnvoll. Auch hier besteht außerdem die Gefahr, sich Krankheiten oder Krankheitsbilder zuzuschreiben, an denen man gar nicht leidet. Ein Arztbesuch ist also in jedem Fall die bessere Wahl.

 

Problematisch bei der Suche nach Symptomen ist auch die Qualität der Informationen im Internet. Neben wissenschaftlichen Fakten findet man dort auch eine Menge ungesicherter Behauptungen oder Aussagen, die rein wirtschaftlichen Interessen dienen. Die Qualität von Informationsquellen einschätzen zu können, ist für Laien teilweise gar nicht so einfach, aber wichtig, um nicht auf Fehlinformationen hereinzufallen. Gerade wenn es um die Gesundheit geht, ist es also wichtig, sich nur auf sichere Quellen zu verlassen und die Suche auf seriöse Seiten zu beschränken.

Die Suche nach Symptomen kann als solche wiederum ungesunde Formen annehmen. Inzwischen gibt es dafür bereits den Begriff Cyberchondrie. Betroffene gehen davon aus, dass sie an Krankheiten leiden, die sie tatsächlich gar nicht haben, entwickeln Ängste, beschäftigen sich ständig mit Krankheitsbildern. Letzten Endes kann es sogar so weit gehen, dass der normale Alltag vernachlässigt wird, Betroffene können auch Depressionen entwickeln.

 

Gut informierte Patienten können bei der Behandlung ihrer Erkrankungen sehr hilfreich sein und der leichte Zugang zu Wissen hat seine Vorteile. Wichtig ist jedoch, dass man die Informationsquellen sehr sorgfältig aussucht und lieber den Hausarzt aufsucht, statt sich von nicht fundierten möglichen Diagnosen verrückt machen zu lassen.

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